Bio-Landwirtschaft und Bio-Markt

Seit 2023 hält die Schweiz mit 12,3 Prozent den weltweit grössten Bio-Marktanteil und festigt damit ihre Position als führende Bio-Nation – sowohl beim Anteil am Warenkorb als auch bei den Pro-Kopf-Ausgaben von 468 Franken. Der Umsatz erreichte 2025 mit 4,266 Milliarden Franken einen neuen Rekord.

Die wichtigsten Zahlen 2025

4‘266 Millionen Franken
beträgt der Umsatz von Bio-Lebensmitteln in der Schweiz.

12,3 % 
beträgt der Bio-Anteil am Lebensmittelmarkt in der Schweiz.

468 Franken
geben Konsument:innen in der Schweiz pro Kopf für Bio-Lebensmittel aus.

52 % 
aller Konsument:innen kaufen täglich oder mehrmals pro Woche Bio-Produkte.

7'467
Bio-Landwirtschaftsbetriebe und -Gärtnereien sowie landlose Imker:innen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein produzieren nach den Richtlinien von Bio Suisse.

18,4 % 
der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Schweiz werden biologisch bewirtschaftet.

Bio in Zahlen ist digital

Sämtliche Zahlen des aktuellen Jahres und der Vorjahre sind in interaktiven Tabellen aufbereitet. Das bedeutet, dass Sie die Zahlen verschiedener Jahre miteinander vergleichen können. Zudem können Sie Werte sortieren und in Darstellungen hineinzoomen.

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Mehr Betriebe auf gleichbleibender Bio-Fläche

Per Ende 2025 wirtschafteten in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein 7’467 Betriebe nach den Richtlinien von Bio Suisse – das sind 195 Betriebe mehr als im Vorjahr. Der Zuwachs erklärt sich unter anderem damit, dass die landlosen Imker:innen neu als Produzent:innen geführt werden und nicht mehr als Lizenznehmende. Landlose Imker:innen produzieren nach den Richtlinien von Bio Suisse Honig, ohne jedoch auf eigenem Land einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen. Die biologisch bewirtschaftete Nutzfläche liegt bei 18,4 Prozent von der gesamten landwirtschaftlich bewirtschafteten Fläche und bleibt damit weitgehend konstant.

Klicken Sie auf einzelne Kantone, um die Zahl der kantonalen Bio-Betriebe über die letzten zehn Jahre zu verfolgen.

Bio-Konsum auf Rekordniveau 

In keinem anderen Land Europas ist der Bio-Warenkorb so gross wie in der Schweiz. Mit Ausgaben von 468 Franken pro Kopf und Jahr liegt die Schweiz 2025 erneut auf Platz eins – vor Dänemark, Österreich, Luxemburg und Schweden. Dank der guten Stimmung der Bio-Konsument:innen widersetzt sich der Bio-Markt dem schwierigen Marktumfeld: Der Umsatz lag bei 4,266 Milliarden Franken. Treiber ist der Detailhandel, allen voran Coop (+3,9 Prozent). Der Bio-Anteil im Detailhandel liegt bei 12,3 Prozent. Damit hält die Schweiz den weltweit grössten Marktanteil.

Insgesamt entwickelt sich der Bio-Lebensmittelmarkt im Gleichschritt mit dem gesamten Lebensmittelmarkt.

Gemüse, Eier und Brot mit hohem Bio-Anteil 

Gerade im Bereich Frischprodukte schätzen Konsument:innen Bio-Qualität. Das zeigt sich auch beim Einkaufen.

In den verschiedenen Produktgruppen haben Früchte und Gemüse mit 770 Millionen Franken den höchsten Umsatz von allen Bio-Verkäufen. Beim Marktanteil liegen Bio-Eier mit fast 28 Prozent vorn, dicht gefolgt von Gemüse/Salaten/Kartoffeln (27 Prozent). Brot kommt mit 24,6 Prozent auf Platz drei. Nach wie vor werden in der Deutschschweiz über dreimal mehr Bio-Lebensmittel verkauft als in der Westschweiz. Der Bio-Marktanteil im Food-Bereich bleibt stabil auf einem Wert von 12,3 Prozent.

Klicken Sie auf die Produktgruppen, um detaillierte Informationen zu Umsätzen und Marktanteilen der vergangenen Jahre zu erhalten. 

Seit 2024 beruhen die Zahlen zu Bio-Umsätzen und -Anteilen auf einer neuen Datengrundlage. Daher können sie von den Angaben früherer Berichte abweichen. Zur besseren Vergleichbarkeit werden in diesem Bericht die Daten der letzten drei Jahre nach der neuen Berechnungsmethode dargestellt.

Anzahl Lizenznehmende auf konstantem Niveau 

Bio-Lebensmittel werden von Lizenznehmenden in der ganzen Schweiz zu Produkten verarbeitet, seien es Joghurt, Müesli oder Cervelat.

Per Ende 2025 waren bei Bio Suisse 1’038 Lizenznehmende registriert. Im Vorjahr waren es 1’308. Der Rückgang erklärt sich hauptsächlich damit, dass die landlosen Imker:innen nicht mehr als Lizenznehmende geführt werden, sondern als Produzent:innen.

Die meisten Lizenznehmenden von Knospe-Produkten hat der Kanton Bern mit 167, gefolgt vom Kanton Zürich mit 114. Auf Rang 3 liegt der Kanton Aargau mit 91 Lizenznehmenden.

Die Anzahl neuer Lizenzgesuche blieb 2025 in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Weiter steigend ist im Vergleich zu den Vorjahren die Anzahl der eingegebenen Produktänderungen bestehender Produkte.  

Die Anzahl Lizenznehmende finden Sie in der Tabelle und in der Karte. Fahren Sie mit der Maus über die Karte, um die Zahlen für das aktuelle Jahr zu sehen.

Am meisten Bio wird aus Nachbarländern importiert

Nicht alle Produkte können im Inland produziert werden. Deswegen pflegt Bio Suisse Partnerschaften zu Bio-Betrieben im Ausland, die nach den strengen Knospe-Richtlinien produzieren. Die höchsten Importvolumen stammen aus Deutschland, Österreich und Italien mit rund 146’000 Tonnen. Das entspricht rund 55 Prozent des gesamten Importvolumens. Spanien ist das Land mit den meisten zertifizierten Betrieben – dort produzieren 684 Bio-Betriebe Lebensmittel nach den Bio Suisse Richtlinien.

Die mengenmässig wichtigsten Bio-Importprodukte sind Zuckerrüben mit 73‘000 Tonnen sowie Getreide mit 66‘000 Tonnen Importvolumen. 2025 machten Futtermittel 23‘000 Tonnen aus.

Im Reiter «Herkunft» können Sie nach bestimmten Produkten wie «Kürbiskerne» oder «Mangos getrocknet» suchen, um herauszufinden, aus welchen Ländern wie viele Tonnen des Produkts importiert wurden.

Die Importzahlen beruhen auf den Angaben der Importeure zu eingekauften Produkten und Mengen. Ob und wie diese Produkte deklariert (Knospe, Bio oder konventionell) in den Verkauf gelangten, liegt ausserhalb der Kenntnis von Bio Suisse.

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